Dienstag, 5. November 2013

Remember the times # - Newborn

Diesmal lädt uns "Susanne" bei ihrer tollen Fotoaktion dazu ein, eine Reise in die Vergangenheit zu machen...

Die Fotos waren leicht zu finden, aber ich gebe zu, alle Gefühle von damals in Worte zu fassen, ist gar nicht so einfach !!






Dieses verknuddelte Baby kam am 1.September, eine Woche vor dem errechneten Termin, zur Welt.

Mein Großer und ich hatten damals Schwierigkeiten, uns zu trennen. Er ließ sich vom Blasensprung an ca. 14 Stunden Zeit, hat zwei Hebammen verbraucht und ist dann nur rausgekommen, weil sich eine Hebamme auf mich raufgeschmissen und ihn rausgedrückt hat. *ichdarfgarnichtmehrdarandenken*
Was hatte ich da für Gefühle?? Mh, ich kann es gar nicht so genau sagen... ich war schon irgendwie glücklich, aber so ein richtiges Hochgefühl hatte ich nicht. Ich war einfach nur froh, dass die Geburt vorbei war !
Noch ahnte ich ja nicht, was noch auf mich zukommt...  ;-))

In kurzen Worten - die ersten fünf Monate waren einfach nur anstrengend für alle Beteiligten !!
Natürlich gab es auch Momente, die berührten oder lustig waren, aber im Großen und Ganzen bestand mein Tag damit, ein brüllendes (und ich meine jetzt wirklich "brüllend") Baby herumzutragen, in den Schlaf zu tragen und dann für ca. 15 Minuten Ruhe zu haben. Länger hat er fast nie geschlafen - man konnte wirklich die Uhr nach ihm stellen !!

Mit dem Einschlafen und zur Ruhe kommen hat er noch immer seine Schwierigkeiten...
Aber er schläft mittlerweile wenigstens schon die ganze Nacht in seinem Bett. :-))

Hab ich euch jetzt eigentlich auch was positives erzählt?? Aber das sind halt so meine Anfangserinnerungen...

Er war ein sehr entzückendes und, wenn nicht schreiend, ein lustiges Baby und ist jetzt ein sehr aufgewecktes, intelligentes, manchmal schon ein bisserl zu "erwachsenes" Kind.
Das "mamabezogene" hat sich in den letzten beiden Jahren etwas mehr auf den Papa verlagert, worüber ich nicht unglücklich bin !! :-)

Schließlich habe ich ja eh noch ein zweites Kind, dass mich beansprucht... :-)


 

... und diese kleine Madam wurde Anfang Mai geboren und ist ein richtig gemütlicher "Stier".
Das hat sich schon bei der Geburt gezeigt - sie ist eine Woche über den errechneten Termin zur Welt gekommen, hatte es dann aber ziemlich eilig!
Ich glaub, ich war keine zwei Stunden im Kreissaal, hab aber trotzdem einen Hebammenschichtwechsel mitgemacht !
Und ich war so glücklich, denn ich hatte so einen riesen Bammel vor dieser zweiten Geburt und dem, was danach kommt !!

Mit ihr war und ist es aber irgendwie einfacher - sie ist viel leichter eingeschlafen als ihr großer Bruder und es war einfach alles um einiges entspannter.
Sie war immer schon ein kleiner Sonnenschein und ist es auch noch heute, wenn sie nicht gerade herumzickt...und das hat sie schon perfektioniert... ;-))

Anfangs fühlte ich mich wirklich wie eine Mama, die ein "Überraschungsei ohne Bauanleitung" geschenkt bekommen hat.
Der Rest kam mit "learning by doing" so nach und nach...
Einzig das Stillen funktionierte bei beiden wie am Schnürchen und darüber bin ich sehr froh.
Und irgendwie wird man ja von Kind zu Kind routinierter - oder??
Ein drittes Kind kann ich mir dennoch nicht mehr vorstellen... wir genießen es jetzt schon sehr, windelfrei zu sein und manchmal auch als Paar ohne Kinder etwas zu unternehmen !!

So meine Lieben, jetzt bin ich schon gespannt, wie es euch so ergangen ist !?!

Alles Liebe, Claudia

























Kommentare:

  1. toll, so einen einblick zu bekommen... irgendwie ähneln sich die geschichten und sind doch so unterschiedlich! danke dir!
    lg kathrin

    AntwortenLöschen
  2. So süß, die beiden Zerknautschten :-) Und ja, ich hatte auch so einen Powernapper; seine Schläfchen dauerten 10-15 Minuten, davor wurde er aber oft ein bis eineinhalb Stunden herumgetragen. Ganz schlimm wurde es in der Zeit von 16-19 Uhr, daran kann ich mich noch erinnern; da war er immer ganz unglücklich (und wir auch *gg*)
    Alles Liebe Babsy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oja, stimmt! Am Abend gab es immer eine "Schreitime" ; meistens war das, wenn mein Mann von der Arbeit heimgekommen ist und ich schon eine Stunde gelaufen bin. Dann gab es oft einen fliegenden Wechsel mit den Worten "dein Kind"... ;-)
      Und mein Mann hatte sich einen besonderen Schritt angeeignet, der den Schreihals dann echt beruhigt hat.

      Alles Liebe, Claudia

      Löschen
  3. Berührend!
    Ich hab meinen Post schon 5 mal geschrieben und wieder verworfen - ich weiß nicht wie ich/ob ich unsere Geschichte erzählen soll.

    AntwortenLöschen
  4. Hm, auffällig ist's schon, dass die niemand das totale Glück empfand! Wird ja immer so propagiert! Andererseits bin ich happy, dass ich nicht alleine bin, mit so einer Geschichte!

    GLG
    Susanne

    AntwortenLöschen
  5. So süße Bildchen! :-)
    Mein zweiter war auch so ein 15 Minuten-Schläfer. Dazwischen war er aber zum Glück meist fröhlich.
    Irgendwie sind die zweiten (und dritten) Kinder meistens entspannter. Sie spüren wohl einfach, dass man selber sicherer ist und können auch mal warten und sich selbst beschäftigen. Das kann der Große bis heute noch nicht wirklich (v.a. warten!)
    Alles Liebe, Carmen

    AntwortenLöschen
  6. Auch so ein berührender Beitrag! Sehr süß deine beiden!
    lg
    Anja

    AntwortenLöschen
  7. Ach wie süß. Ja auch wenn ich seit 5 Jahren Oma bin, hab ich bei Deiner Schilderung oft gedacht, das war bei mir genauso. Auch die Glücksgefühle, die einem vorher immer erzählt werden, blieben aus, bei allen drei Kindern. Es war mehr die Erleichterung es geschafft zu haben. Die Hebammenwechsel kenne ich auch, bei meiner ersten Entbindung waren es sogar drei. Beim zweiten Kind kam es dann nach Stunden in den Wehen sogar zu einem Kaiserschnitt . Beim dritten Kind ging es schneller. Anstrengend war es allemal und dankbar war ich immer wieder, dass ich gesunde Kinder habe. Rückwirkend kann ich sagen, auch wenn ich dann ganz bald alleinerziehende Mutter war, ich bin stolz auf meine Kinder und darauf, dass wir so einen guten Kontakt zueinander haben, auch wenn sie längst ihr eigenes Leben leben.
    LG Anne

    AntwortenLöschen